Sonntag, 23. Januar 2011

ver - WORT - et



und dann waren da noch die worte
die ich nicht verstand
die mir nicht sagten was du sagtest
und ich nicht wußte was du meintest

um zu verstehen nahm  ich das lexikon
was mir auch nicht sagte
was du sagtest
und ich verstand die worte nicht
las worte die nicht waren und nicht meinten
was ich wissen wollte

so blieb ich unwissend
wußte nicht dass worte nicht immer wissen
was sie sollen    was sie sollen
sollen sie vermitteln oder verstehen
was sagen    die worte   sonne  liebe   wärme
wenn es schneit


(c)    Ursa



Kommentare:

  1. tja, liebe Ursa, das kommt daher, dass wir in den worten den sinn suchen, den wir gerne fänden, wenn er da wäre, wo wir ihn gerne hätten ... so lebt jeder in seinen eigenen worthülsen, die nur für ihn einen sinn haben ... man kann darin erfrieren, obwohl die wortehülle sehr voluminös ist, aber eben nicht wärmend, wenn die Liebe fehlt ... lg kri

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  2. Man muss hinter die Worte schauen, liebe Ursa. Ist nicht immer einfach. Ich wünsche dir einen schönen Wochenstart!

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  3. danke liebe kri, wie recht du hast ... (es geht nicht um meine person !!!) es sind fragen fragen die andere stellen .. deine antwort sagt das aus, was ich auch denke .. einen schönen abend noch ... lg ursa

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  4. liebe bine,

    ja-, dahinter, denn nur dort liegt die wahrheit, habe ich gestern erst irgendwo geschrieben ... es ist (scheinbar) wirklich so ... eine gute und schöne woche dir ... lg ursa

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  5. Liebe Ursa,

    Worte sind oft Lieder, die wir nicht hören können, da ihnen eine Melodie fehlt.

    Lieder ohne Worte aber sind wunderbare Klänge, die uns alles sagen, wir hören sie nicht, können sie aber fühlen.

    Dein wunderbares, tiefsinniges Gedicht gefällt mir sehr, regt an zum Nachdenken. Danke...

    Herzlichst und alles Liebe

    Hans-Peter

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  6. Liebe Ursa,

    Worte sind nicht alles, manchmal brauchts gar keine...da ist ein Blick, eine Geste und das Verstehen kommt von ganz allein...

    Ich tu mich auch manchmal schwer, da will sich einfach nicht ausdrücken, was gedacht wird, da fehlt grad genau dieses Wort, welches passen würde, lächel...und dann schöpft man...

    Ich brauch die Worte, um dich zu verstehen, denn du bist nur *schriftlich* für mich da, darum streng dich weiterhin so liebevoll und gut an, lächel, damit ich hier noch oft lesen und nachdenken kann...

    herzlichst, Rachel

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  7. Oh,Ha,... Das klingt, nach: "Kannst du mich nicht verstehen, oder willst du es nicht". Manchmal redet man aneinander vorbei. Wie beim Frisör, oder so?!
    Ein schönes Wortspiel ist dein Gedicht!
    HUT AB!!!
    Liebe Grüße von Monré

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  8. lieber Hans-Peter,

    so laßt uns denn gemeinsam singen mit Liedern ohne Worte, nur mit Melodien ...das wird ein Chor der wortlosen Stimmen oder der stimmlosen Worte .. :-) gefällt mir ... LG Ursa

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  9. liebe Rachel,

    ja-,manchmal kommt man sich wortlos näher als mit einem Schwall von Wörtern, aber-, da WIR, DU und ICH das Wort ja lieben, werden wir uns immer auf diesem Wege n a h e sein . LG Ursa

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  10. liebe Monré,

    danke für das "Hut ab" :-) hat mich gefreut ... es ist eine klare Aussage, zwei klare Wörter, die verstanden wurden .. DANKE LG ursa

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  11. Liebe Ursa

    "Das tiefere Lauschen" ... setzt dort ein, wo sich das vernommene Wort nicht mehr an eigenen, mitunter nahe dem Unterbewussten schwärenden Vorstellungen spiegelt und weil vorschnell als nicht kompatibel mit eben diesen Vorstellungen leichtfertig abgewiesen wird. ... Dort wo der eigene Blick die mitunter fremdartige Unnahbarkeit anderer Worte dennoch zart zu umfassen vermag, wie einen flüchtigen Samen, der erst mit der Zeit dem Herzen seine tiefere Bedeutung preisgibt.
    Die Liebe, die durch anfangs unnahbare Worte dennoch wirkt, äussert sich manchmal sehr herausfordernd, in dem sie das eigene augenblickliche Verstehen gleichsam ans Land ins Trockene schwemmt und ausdört, bis eigene Vorstellungen oder verborgene Erwartungen als Filter abgelegt und überwunden werden konnten. Die Liebe im fremdartig anmutenden Wort hat manchmal einen langen Atem, bis sie sich dem Verstehen öffnet und ihre Kraft auf das eigene Bewusstsein überträgt.
    Die Liebe durchdringt alles. Wir sind es, die sich gegen sie innerlich aufbäumen und wehren. Das femdartig anmutende Wort ist in seiner Art "unschuldig." Unnahbar oder gar boshaft wird es erst durch die Art, wie wir es anschauen!

    Bernhard Albrecht

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  12. lieber Bernhard,

    Danke Dir für Deinen ausführlichen Kommentar, den ich in allen Punkten annehme und Dir Recht gebe ..."Liebe vermag ALLES" .. wenn es denn Liebe ist und dieses Gefühl in der hier dargestellten Situation auch tatsächlich vorhanden ist oder wäre ... eigene Vorstellungen und Eigeninterpretationen des "ausgesprochenen" Wortes , sowie auch die Erwartung die (vielleicht unbewußt) irgendwie immer vorhanden ist , verhindern ja häufig, dass etwas so verstanden wird, wie es gesagt und wie es gemeint war.... das "unschuldige" Wort wird dann eben sehr schnell "schuldig" ... LG Ursa

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