Donnerstag, 27. Januar 2011

Berliner Menü des Tages

  


(K) eine Frage der  politischen Diät

das" Menü des Tages"
so kann man sagen
schlägt uns täglich auf den Magen
auch das "Menue del Día"
nicht zu  vergessen
alles schmeckt irgendwie 
  schon wie  gegessen
da wird gewürzt gepfeffert gesalzen
komische Vögel fangen an zu balzen
bevor sie in die Soße wandern
ach neeee, es trifft doch nur die Ander´n
die sind ersetzbar selbst in der Pfanne
wo sie hineingeschlagen werden
volle Kanne
das ganze Gefüge ist schon im Keime
dioxinverseucht und man versucht im Reime
anschaulich zu schildern
in Worten und Bildern
die reine Vernunft ist schon gegangen
die Standpunkte klar  nebelverhangen
serviert wird in Worten nicht in Taten
uns schmeckt es nicht
wir riechen den Braten

da loben wir die Küche im eigenen Haus
wir schalten beizeiten den Herd schon aus
diätetisch betrachtet irren wir nie
wir bereiten immer unser eigenes Menü
radikal   einfach   biologisch

"guten Appetit"

(c)   Ursa
 

Dienstag, 25. Januar 2011

montagmorgen


montagmorgengesichter in reihen lassen keinen reiz aufkommen
sie anzusehen sie sind wie  das wetter im moment  
verschlossen  undurchsichtig  neblig trüb
gewöhnungsbedürftig



(c)   ursa




Sonntag, 23. Januar 2011

ver - WORT - et



und dann waren da noch die worte
die ich nicht verstand
die mir nicht sagten was du sagtest
und ich nicht wußte was du meintest

um zu verstehen nahm  ich das lexikon
was mir auch nicht sagte
was du sagtest
und ich verstand die worte nicht
las worte die nicht waren und nicht meinten
was ich wissen wollte

so blieb ich unwissend
wußte nicht dass worte nicht immer wissen
was sie sollen    was sie sollen
sollen sie vermitteln oder verstehen
was sagen    die worte   sonne  liebe   wärme
wenn es schneit


(c)    Ursa



Freitag, 21. Januar 2011

o (h) a s e n


sieben-ein-halb-minuten-lang
schien heut eine sonne
blass bis bleich aus wolkenbergen
sie sprach nicht von einer wonne

amsel drossel star und meisen
sind ja leider noch auf reisen
krokusse drängen sich schon vor
sind dem kommenden ganz ohr

so tut in gärten sich immer was
tief unter´m kalten rasen
und bricht dann dort das
grün hervor  werden sie
wieder zu oasen


(c)    Ursa

ich nehme nicht gerne
 den mund so voll
doch macht es spaß zuweilen
zu glauben der frühling werde sich
ein wenig mehr beeilen
was mich angeht
ich sag´s  ganz offen
ich glaub´es nicht
ich kann nur hoffen

... guten Schlaf ...   Ursa








Samstag, 15. Januar 2011

Tiefe kann tief sein

tägliche Kämpfe
um Macht um Geld
sind für viele Menschen
 nur das was noch zählt
mit Lärm wird versucht
sich selber zu lenken
keine Zeit um einmal nachzudenken
ausgebrannt  gestürzt gefallen
Tiefe kann tief sein
das spüren alle
die sich suchen
nicht finden
in diesem Leben
steigt auf die Bremse
statt Gas zu geben


(c)   UrsaA



Donnerstag, 13. Januar 2011

doppel-sinn -lich


ein
 strandiger 
 STRAND
ein
sandiger 
 SAND
wolkige 
WOLKEN
ein
windiger
Wind
Gefühle
 die unbezähmbar sind

(c)    Ursa





Dienstag, 11. Januar 2011

Massen - Bewegung


MONSTER - EINSAMKEIT

.
über steinerne Straßen
fließen Menschen in Massen

laufen verlassen
über Wege und Gassen
lassen gelassen
alles laufen und kaufen

kaufen sich Freude
ein Teilchen Glück
STUNDEN später
kehrt  laut die
 Einsamkeit zurück

(c)   Ursa


ahora-giocanda
erwiderte:

der eine oder andere
den du siehst
lebt trotzdem
im Frieden

er lächelt
besonnen

wenn du in
seinen Augen
liest
ändert sich viel
dein Tag
hat gewonnen

(c)   ahora-giocanda

Ursa antwortet:

gewonnene Tage
gewonnenes Licht
geborene Träume
ver - ändern die
Einsamkeit
vielleicht   nicht

Kaufrausch  fotografisch gesehen :

be - lichtet das Leben
lasst euch nicht blenden
weit - gewinkelt
wird manches
im Sucher
enden

(c)  Ursa







Samstag, 8. Januar 2011

Donnerstag, 6. Januar 2011

groß



 großes Glück
Kreise außerhalb
des Kreises



(c)   Ursa



.

Montag, 3. Januar 2011

kein Be - reuen

kleiner Rückblick

NEIN
es ist nichts zu bereuen
KEINES der erlebten
Abenteuer
KEINE der gelebten 
Stunden
der geliebten Zeiten NEIN
es gibt nichts zu bereuen

es war
es ist
wird wieder
so sein

und nichts
aber auch gar nichts
ist zu bereuen

(c)    Ursa