Mittwoch, 24. Februar 2010

Respekt - Rücktritt Margot Käßmann

sehr geehrte Frau Margot Käßmann
.
auch wenn Sie diesen Beitrag vermutlich nie lesen werden, schreibe ich ihn
aus vollem Herzen und aus voller Überzeugung:
Ihr Rücktritt tut uns unglaublich leid
ja-, er schmerzt
Sie haben uns einen Halt gegeben
der SIE selber waren,
der in Ihrer Person, Ihrem Glauben und Ihrer
Aufrichtigkeit lag
Ihr Rücktritt verlangt Respekt und Anerkennung, er beweist, dass Sie die
Geradlinigkeit, die Achtung vor sich selbst und die Treue zur Ehrlichkeit nicht nur predigten, sondern auch leben.
In Ihrem Buch "in der Mitte des Lebens" zitieren Sie aus der Bergpredigt:
"Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Plage hat" (Mt 6,34)
Seit Sie EKD-Ratsvorsitzende sind oder waren, sind diese Worte für Sie sicher eine( noch)
"bitterere" Wahrheit geworden.
Auch wenn Sie einen Fehler gemacht haben werden unser Respekt, unsere Hochachtung und unsere Liebe für Sie nicht aufhören.
"wer von EUCH OHNE SCHULD ist, der werfe den ersten Stein ....."
geworfen haben viele, getroffen haben die meisten.
Ich wünsche Ihnen aus tiefster Seele, dass auch dieser Bruch in Ihrem Leben verheilt und nicht zu tiefe Narben hinterläßt
Viel Kraft beim Suchen und Finden Ihrer Balance und ich zitiere noch einmal aus Ihrem Buch, lege Ihnen Ihre eigenen Worte ans Herz:
"Du gehst durch tiefe Täler, aber du mußt nicht unten bleiben, sondern du findest wieder einen Hügel, von dem aus du einen freien Blick über das Land hast"
in tiefer Verbundenheit
Ihre
Ursa Angst

Kommentare:

  1. Liebe Ursa!
    Ich habe gerade einen Bericht über ihre Rücktrittserklärung im TV gesehen. Für mich ist sie eine großartige sehr starke Frau.
    Viele Grüße von Monré

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  2. liebe Ursa, wunderbar, ich schliesse mich deinen Worten an !!! sie ist Vorbild, trotz alledem oder grad so wie sie ist ! herzlich Kathrin

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  3. Rainer Grauer
    78052 Villingen-Schwenningen
    r.grauer@email.de

    Die Bischöfin, Frau Käßmann hat einen Fehler gemacht den Sie zu tiefst bereut. Was sie veranlasst hat ihre Rolle als Vorbildfunktion kurzfristig zu verlassen, kann nur sie selbst wissen. Ihr ist hoch anzurechnen, dass sie die Konsequenzen zieht und zurücktritt.

    Frau Käßmann ist keine Heilige, will keine sein und hat gegen von Menschen gemachte Gesetze, die für alle Menschen gleich gelten, verstoßen. Dafür muß sie die srafrechtliche Konsequenz tragen.

    Ein vorbildhaftes Verhalten der Kirchen-Menschen, die was zu sagen haben, wäre, wenn Sie Jesus folgen würden und Sie bitten würden, zu bleiben "Geh hin und sündige nicht mehr!"....Wir sind noch nicht im Paradies, wir sind immer noch Menschen... und Menschen machen Fehler... menschliche Größe wäre, diese Fehler zu verzeihen.... Vergebung der Sünden.. nicht nur von Gott, sondern auch von Menschen untereinander... Die Chance des Bereuens und des Neubeginns geben....
    und offen und ehrlich zu sein....
    wir haben keine bessere... bitte bleiben Sie und setzen ihre christlich geprägten Vorstellungen um...wir stehn hinter Ihnen und begleiten Sie auf ihrem Weg... seien Sie weiterhin authentischer Mensch mit Ecken und Kanten und seien Sie Nachfolgerin von Jesus, in dem Sie seine (r)evolutionären Gedanken (ich denke dabei hauptsächliche an die Bergpredigt) in die heutige Sprache und heutige notwendige Verhaltensmuster übersetzen... Jesus ist aktueller denn je... Die Zeit ist entfernter von seinen rettenden Konzepten als je zuvor... Frau Käßmann kann diesen Teufelskreis durchbrechen, in dem sie möglichst viele Menschen (Christen und Nicht-Christen) durch glaubhafte Überzeugungsarbeit aktiviert.
    ich bin dabei.

    Rainer Grauer

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  4. Liebe Ursa,

    es tut uns auch unsagbar leid, dass diese aufrichtige Frau von ihrem
    Amt zurückgetreten ist aber sicher wäre sie sonst vielen Anfeindungen
    ausgesetzt gewesen. Wir wünschen ihr alles Gute!
    Viele liebe Grüße von...Carenina

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  5. danke für die Kommentare...wir können nur vermuten, ob oder was evtl. noch dahinter steckt, dass sie diese Konsequenzen gezogen hat ... sie war so offen, so frei, so ehrlich, so begeisternd und so überzeugend .. sie hätte manchem Menschen den Weg zurück " in die Kirche" gezeigt, denn sie ist und war immer authentisch.. aber-, wer will denn verzeihen ? Ist es nicht so, dass in erster Linie immer nur angeprangert wird, bevor "gelobt" wird ...Verzeihung setzt Größe voraus ..aber-, WER HAT DIESE SCHON ??????? Ursa

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  6. ich wünsche mir, dass sie wiederkommt in anderer Funktion und in ihrer direkten engagierten Art überzeugend darlegt, wieviele Pharisäer unter uns leben ... ohne dieses Amt kann sie sicher anders agieren .. viel Glück dabei Ursa

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