Mittwoch, 24. Februar 2010

Respekt - Rücktritt Margot Käßmann

sehr geehrte Frau Margot Käßmann
.
auch wenn Sie diesen Beitrag vermutlich nie lesen werden, schreibe ich ihn
aus vollem Herzen und aus voller Überzeugung:
Ihr Rücktritt tut uns unglaublich leid
ja-, er schmerzt
Sie haben uns einen Halt gegeben
der SIE selber waren,
der in Ihrer Person, Ihrem Glauben und Ihrer
Aufrichtigkeit lag
Ihr Rücktritt verlangt Respekt und Anerkennung, er beweist, dass Sie die
Geradlinigkeit, die Achtung vor sich selbst und die Treue zur Ehrlichkeit nicht nur predigten, sondern auch leben.
In Ihrem Buch "in der Mitte des Lebens" zitieren Sie aus der Bergpredigt:
"Es genügt, dass jeder Tag seine eigene Plage hat" (Mt 6,34)
Seit Sie EKD-Ratsvorsitzende sind oder waren, sind diese Worte für Sie sicher eine( noch)
"bitterere" Wahrheit geworden.
Auch wenn Sie einen Fehler gemacht haben werden unser Respekt, unsere Hochachtung und unsere Liebe für Sie nicht aufhören.
"wer von EUCH OHNE SCHULD ist, der werfe den ersten Stein ....."
geworfen haben viele, getroffen haben die meisten.
Ich wünsche Ihnen aus tiefster Seele, dass auch dieser Bruch in Ihrem Leben verheilt und nicht zu tiefe Narben hinterläßt
Viel Kraft beim Suchen und Finden Ihrer Balance und ich zitiere noch einmal aus Ihrem Buch, lege Ihnen Ihre eigenen Worte ans Herz:
"Du gehst durch tiefe Täler, aber du mußt nicht unten bleiben, sondern du findest wieder einen Hügel, von dem aus du einen freien Blick über das Land hast"
in tiefer Verbundenheit
Ihre
Ursa Angst

Freitag, 5. Februar 2010

aus 1985



Heute wollte ich
Hafen sein
für alle Schiffe
für alle Boote
für alle Menschen
wollte Anker sein
für sie
für ihre Gedanken
für ihre Gefühle
für ihr Leben
jedoch
es war Ebbe
kein Schiff
lief den Hafen an
NIEMAND
sprach über
seine Gedanken
seine Gefühle
sein Leben
so blieb der
Wunsch ein Wunsch
der Versuch ein Versuch
und ich wurde
nicht Hafen
nicht Anker

U.A.. 1985