Sonntag, 14. August 2016

Bettflucht oder was ?????



Wieder einmal aus dem Bett gefallen.

Der Wecker zeigt 5.39 Uhr. Es ist Sonntag. Keine Hektik, kein Aufstehen-müssen,
kein Zwang, kein Drang und doch stehe ich (nach ein paar unmotiviert begangenen
Kniebeugen) bereits um 5.45 Uhr unter der Dusche und genieße das warme Wasser,
welches mit sattem Strahl auf meinen Kopf prasselt und dann, etwas gemäßigter
über die Schultern rinnt. Wonne, wonniglich, herrlich, eine Wohltat.
Das leise Summen meiner Stimme wird lauter, die Worte formen sich, ein Lied macht
sich breit im Tag: Ich singe. Ich singe unter der Dusche: alle Vögel sind schon da ...
na, was ist das denn? Wir haben August, die Vögel ziehen schon bald wieder von
dannen und ich singe von einer Vogelschar, die aus Amseln, Drosseln, Finken und
Staren besteht und die uns allen ein  Jahr wünschen mit "Heil und Segen".
Aber-, was ist denn das Heil ? Hat es etwas mit "heilig" zu tun,  mit Frömmigkeit,
mit Glauben, Glaubens Seligkeit oder mit dem Heilen, dem Helfen???
Ich kann mir meine Fragen nicht so schnell beantworten, denn die Gedanken gehen
weiter, während das Wasser noch immer über meinen Körper rinnt (vielleicht sollte
ich es abstellen) . Gedankenschwer drücke ich auf den Hebel und stehe null komma
nix tropfend in der Dusche. Wieder einmal kein Handtuch hingelegt..also, hinaus
und frierend ergreife ich ein großes Badetuch mit floralem Druck. Neuerdings
 liebe ich Blumen auf Bettwäsche, Handtüchern, ja-, sogar auf dem Geschirr, was
jahrzehntelang in mattem Weiß und edel aussehend den Tisch zierte.
Die Zeiten ändern sich und die Meinungen und Ansichten über gewisse Lebens-
bereiche und - situationen auch.
Zurück zum Heil, was mir nicht aus dem Kopf geht. Ich fange an, zu überlegen,
ob es nicht einfach nur der Teil eines Wortes ist, wie z.B. Heil-Bringer, Heil-Bad,
Heil-Pädagogik oder der Begriff für etwas Ganzes, etwas NICHT KAPUTTES,
also heil im Sinne von unversehrt. Ich beschließe, später das Internet zu befragen
und mich schlauer zu machen. Mit dem "Segen" befasse ich mich nicht weiter,
denn ohne eine Tasse Kaffee ufert das Denken aus und ich komme nicht zum
Punkt. Eigentlich ist er mir auch egal so am frühen Sonntag-Morgen. Ich schaue
auf den Deich.  25 Wohnmobile haben sich dort breit gemacht. Die Hundehalter
und - halterinnen leinen ihre Lieblinge an und gehen (mit roten Beutelchen bestückt)
zügig am Wasser entlang. Mir macht diese Szenerie am frühen Morgen sehr viel
Spaß. Ich beobachte Menschen, die von meiner Beobachtung nichts wissen und
auch nichts ahnen.  Fröhliche "Guten-Morgen-Grüße" schallen zu mir herüber.
Eine nette freundliche Gemeinde, diese Camper.
Mein Kaffee ist nun kalt geworden. Also, erst einmal so richtig frühstücken und
danach weiter schreiben .... einen schönen Sonntag  Euch ....

Sonntag, 19. Juli 2015

nach -träumen (nachdenklich)

Heute einen Kommentar gelesen

"nachträumen" -
Was ist das ?  Was hat sie dabei empfunden, sie, die mir diesen Kommentar zu meinen
Worten schrieb ? Hat auch sie gefühlt, wie ich, an einem Tag im Januar.?
Nun ist Sommer, aber- WIE, es regnet hinein in Gedanken, die sich urplötzlich wieder
mit dem Träumen beschäftigen. Nachträumen -, ich will es eine Stunde lang tun ... zumindest versuchen !!!
Und dann stelle ich mich einer Sache - einer TAT - sache ... die mir etwas vor Augen führt,
was ich nicht fühlen und schon gar nicht wissen will :
Langsam und schmerzlich spüre ich  WIE ich diese WELT erlebe, fühle, WIE ich sie SEHE...
Was ist das ????
Ich glaube, ich habe es verlernt ... das Träumen !
Wie war es doch noch ? War es in mir, war es abrufbar, lag es  irgendwo und wartete auf
den Moment, in dem es sozusagen ans Tageslicht trat, ja- sich drängte und sich nicht unter-
drücken ließ .... träumte ich von alleine oder lebte ich in einem Traum... in diesen Momenten,
die nicht so laut, so verbraucht, so hetzend, so treibend, lieblos, so verletzend waren ???
War das Träumen im Schweigen oder war es im Wort ... WO fing es an ? Wo habe ich es
gespürt und mich heimlich und leise fallen lassen ... nur noch für dieses Gefühl gelebt ... nicht mehr teilnahm am Leben da draußen,  irgendwo .

Habe ich es nun verloren, weil ich es   vergessen   habe ?

Flucht - flüchtig - flüchtend .... ich gehe aus diesen Gedanken heraus ... will nachdenken ...

an einem   "verweinten" Sonntag im Sommer 2015


" .... manchmal wünsch´ich mir mein Schaukelpferd zurück  ...."

Freitag, 9. Januar 2015

09.01.2015



ein Tag im Januar


Eine Leichtigkeit suchte ich in ihm, folgte dem Takt des Tages, legte Minuten der Besinnung ein
und kam dennoch nicht ans Ziel, aber-, WAS war denn das Ziel ? Wusste ich denn WOHIN ich wollte ???? Nein!!! Ich wusste es nicht... ich wollte tanzen, aber-, da war schon ein JEMAND der es tat für mich, der Wind  !!! Er tanzte um die Häuser, elegant wie immer bis in die Mittagsstunden, dann vergaß er seine Eleganz und wurde heftig und unkontrolliert ... halloo, Meister Wind,  halte den Takt ein, alles andere wäre takt - los ...ich sage dir, dass es womöglich Menschen gibt, die du beugst, die du triffst.. und die Natur wartet auch nicht auf  DIESE BEWEGUNG  ...wir Menschen haben alle genug von   BE - WEG- UN -GEN  ...... manchmal beschmutzt man sich bei diesen ...ungen ...und WER WILL   schon be-schmutzt sein ... ???
Ich lausche deinen Tönen, sie geben mir kein Licht, keine Er-Kennt-nis ... sie bleiben stumm und wirken bedrohlich ... weißt du, dass die große afrikanische Tanne neben unserem Haus   unter das Gesetz des"Baumschutzes" fällt und nicht   fallen darf und auch Menschen fallen unter dieses Gesetz ... aber-, da heißt es nicht "Baumschutz"   sondern  der " Schutz der Menschen oder Menschlichkeit "... weißt du, es ist schwierig mit der "Menschlichkeit" ... ich versuche immer wieder, sie in uns zu sehen, aber-, bitte,  ich werde auch älter und die Augen schlechter ... irgendwo so auf dem Weg zum "Grauen Star" und das macht ein wenig blind ... dann sehe ich sie nicht, die Menschlichkeit, weil sie auch so weit entfernt ist ... war sie das eigentlich immer ????
Ich beobachte Freunde und Freundinnen, beobachte Fremde am Morgen,am Mittag, am Nachmittag,am Abend...ich schaue in fremde Gesichter, manchmal blicken sie freundlich zurück, manchmal nicht, zwischen den Zeiten und den Augen-blicken liegen hin und wieder nur Momente, dennoch habe ich das Gefühl von Ewigkeiten .... aber-,die Eile  hat es eilig und alles flieht, flieht irgendwohin und ich denke an Blütenblätter, die kommen werden , bis mich ein Knall erschreckt ...
der Baum ... gefällt ...

und das Wasser steigt ....   ©   UrsaAngst

Dienstag, 23. September 2014

auch hier vorbei ....








E N D E 

  D  A  N  K  E 

u.a. 

Dienstag, 20. Mai 2014

ein ODER oder auch nicht ...im JETZT





HIER und JETZT

eine Kommentar - Antwort

Das JETZT ist so sehr
im JETZT durch nichts
zu verändern
JETZT   bin ich der Sommer
vielleicht
aber-, vielleicht auch schon
der Herbst
nicht mehr,
als ein herunter gefallenes Blatt
und doch im JETZT
vielleicht aber auch nichts
oder doch alles
JETZT lebe ich im JETZT
JETZT lebe ich hier und
doch schon ein wenig entfernt
von Zeit und Raum .... !!??

© UrsaAngst




Freitag, 9. Mai 2014

WAS oder WER ist es ??



Ist es der Montag,
der dem Dienstag sagt,
dass er nicht    MEHR    ist,
als der Zweite
weil er ja der Erste ist

oder ist es der Dienstag
der dem Mittwoch erzählt,
dass er auf Ewigkeiten
der Dritte sein wird

(es sei denn,man ändert
die Reihenfolge)

Ist es der Mittwoch,
der dem Donnerstag
den kleinen Schub gibt
in den Freitag hinein

oder ist es der Donnerstag
der  schon in Gedanken
an das kommende Wochenende
eine Serenade erfindet, die dem
Freitag in die Tastaturen spielt

Die Illusionen eines Wochenendes
legen die Probleme beiseite
jene Probleme
hoch philosophischer Gedanken

die moralische Schwäche wankt und
geht baden

Der Sonntag schweigt und grinst


(c)   UrsaAngst




Samstag, 10. August 2013

Sonnenlicht aus der Ruine



foto: u.a.
 
 
beim Anblick dieser Ruine
habe ich keine Sorge
dass das Ereignis vergessen
werden könnte
die Flut riss damals alles
mit sich, vernichtete 
Kirchspiele und gab der Küste
eine andere Gestalt 
wir machen uns keine Illusionen darüber
dass diese Gestalt so  bleibt wie sie ist
wir leben am Meer
wir wissen um seine Macht

(c)    Ursa Angst